Vorwort

„Geld im Internet verdienen.“ Das haben sich viele Existenzgründer, nebenberuflich Selbständige und „Glücksritter“ vorgenommen. Zu Anfang muss ich leider die eventuelle Euphorie dämpfen: Nur wenige Anfänger schreiben wirklich beachtenswerte schwarze Zahlen. Dies liegt zum einen an der Unerfahrenheit und zum anderen an der fehlenden systematischen Vorgehensweise. Die Methode „Versuch und Irrtum“ funktioniert nicht (mehr). Vielmehr müssen auch kleine Internet Unternehmer ihre „Hausaufgaben“ machen, um dauerhaft Einnahmen generieren zu können. „Zufällige“ Gewinne im Web sind selten geworden. Es gilt, sich auf einen Bereich zu konzentrieren, besser als Konkurrenten zu agieren und die Qualität der Erzeugnisse ständig anzupassen.            

Nach wie vor birgt das Internet Chancen auf gute Verdienste aus den unterschiedlichsten Ideen, Konzepten. Clevere Gründer gehen jedoch nicht munter drauflos und fangen einfach mal an, sondern berücksichtigen stets wichtige Eigenschaften des Web in Verbindung mit ihrer eigenen Idee.

Was nützt die beste Idee, ohne ein Konzept, einen „Fahrplan“, wie man diese umsetzt und möglichst effektiv an eine Zielgruppe heranführt? Die Idee ist eine Grundlage für den späteren Erfolg. Eine notwendige „Feinjustierung“ finden Sie im Abschnitt „Marketing“. Auch für kleine Anbieter ist es wichtig, den Weg zum Kunden zu optimieren. Ersparen Sie sich negative Erfahrungen, indem Sie auf die veröffentlichten Methoden und Ratschläge zurückgreifen. Auch im Internet muss niemand „das Rad neu erfinden“.     

Allgemeines

Geld verdienen im Internet

Voraussetzungen für den dauerhaften Erfolg

Viele „Internetprofis“ der heutigen Zeit haben auch einmal als „blutige“ Amateure angefangen. Früher konnte man im Internet noch mit zahlreichen Ideen, Modellen und Konzepten experimentieren, ohne dass etwas passiert ist. Heute geht das leider nicht mehr, denn auch das Web ist hierzulande mittlerweile fast schon überreguliert. Trotzdem kommen immer wieder neue lukrative Ideen auf, die mitunter schnell umzusetzen sind. 

Bei jedem Vorhaben im Web ist heute die juristische Prüfung wichtig, denn überall „lauern“ missgünstige Personen, welche hoffnungsvollen Existenzgründern gerne Steine in Form von Abmahnungen oder Unterlassungserklärungen in den Weg legen. Konsultieren Sie auf jeden Fall einen geeigneten Fachanwalt, bevor Sie eine kommerzielle Seite ins Netz stellen. Er wird Sie mit den notwendigen Formulierungen und dem korrekten Betrieb der Webseite vertraut machen, so dass nichts Außergewöhnliches passieren kann. Besondere Vorsicht ist bei der Arbeit mit eingetragenen Marken angebracht. Klären Sie ihre Rechte, Aktivitäten auf jeden mit den Inhabern der Marken ab.    

Mit der Technik sollten Sie sich insofern beschäftigen, dass Sie etwa kleine Fehler selbst beheben können, vielleicht auch in der Lage sind, ihre korrigierte Webseite neu auf den Server zu laden.

Grundsätzlich müssen Sie sich auch in die Tätigkeit eines Kaufmanns einarbeiten. Die Behörden achten inzwischen auf den kleinsten Versuch, mit Internetgeschäften Geld zu verdienen. Daher sollten Sie von Beginn an sauber Aufzeichnungen über sämtliche Geschäftsvorfälle führen. In diesem Bereich gibt es kein Pardon für Versäumnisse. Eine korrekte Buchhaltung ist Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg im Web. Arbeiten sie offen mit Behörden zusammen und zeigen Sie ihre Bereitschaft, alles gesetzeskonform abzuwickeln.     

Nehmen Sie die Hilfe von steuerlichen Beratern an. Als „Steuerlaie“ übersieht man schnell den einen oder anderen Faktor, der dann zu Missverständnissen führen kann. Offenheit und Kontakt zu den Behörden führt auch zur Vermeidung von Unbehagen. Lernen Sie ihre Sachbearbeiter in Ämtern zumindest telefonisch kennen und sprechen Sie regelmäßig mit ihnen (z.B. bei aufkommenden Fragen). Meistens geben diese Mitarbeiter gerne Auskunft und es entsteht eine gewisse Vertrautheit. Falls dann Unklarheiten bestehen, ruft man Sie eher zurück, um diese zu klären, bevor der Fall z.B. in Form einer angeordneten Prüfung in den „offiziellen Weg“ übergeht. Klären Sie zweifelhafte Vorfälle also stets vorher, dann kommt es vielfach nicht zu weiteren Überprüfungen.     

Ihre geschäftlichen Daten müssen Sie verlässlich speichern, so dass Finanzbehörden jederzeit darauf zugreifen können. Dazu sind Sie verpflichtet. Empfehlenswert sind Datensicherungen auf CD ROM, DVD, mobilen Festplatten. Sichern Sie ihre Daten jede Woche.   

Also noch einmal in kurzer Form:

Geschäftsvorfälle ohne Ausnahme dokumentieren

Buchhaltung korrekt erledigen

Geschäftskonto einrichten und über dieses Konto nur geschäftliche Vorgänge abwickeln.

Alle Dokumente, Kontoauszüge, Buchhaltungsdaten, Ausdrucke mindestens über einen Zeitraum von 10 Jahren aufbewahren

Den Beginn der Geschäftstätigkeit ordentlich anmelden.

Steuerberater konsultieren

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